Narkolepsie ist eine seltene neurologische Schlafstörung. Leitbefund ist übermäßige Tagesschläfrigkeit, oft mit imperativem Einschlafen; hinzu kommen können Kataplexie (plötzlicher Tonusverlust bei Emotionen), Schlaflähmung oder hypnagoge Halluzinationen. Die Diagnose gehört in der Regel in die Schlafmedizin (Anamnese, oft Polysomnografie/MSLT) – ein Wachmacher allein beweist die Erkrankung nicht.
Modafinil kann die Wachheit verbessern und ist verschreibungspflichtig. Es ist kein Kaffee-Ersatz und kein Mittel gegen „normale“ Müdigkeit nach schlechten Nächten. Wechselwirkungen (u. a. hormonelle Verhütung kann unsicherer werden), psychiatrische Vorgeschichte, Blutdruck und Hautreaktionen muss der Arzt beachten.
Telemedizin kommt vor allem als Folgerezept in Betracht, wenn die Diagnose bereits dokumentiert ist. Ein EU-approbierter Arzt kann unklare Erstmüdigkeit ablehnen und in die Schlafambulanz verweisen. Kein Modafinil ohne Rezept.
Klären Sie mit dem Arzt auch Alkohol, Schichtarbeit und andere Ursachen für Tagesschläfrigkeit. Modafinil ist kein Freibrief für Überstunden und ersetzt keine schlafmedizinische Diagnostik, wenn die Diagnose nie gestellt wurde.