Die Wechseljahre (Klimakterium) markieren das schrittweise Versiegen der Eierstockfunktion. Typische Beschwerden sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, trockene Schleimhäute und nachlassende Libido. Nicht jede Frau braucht Medikamente; bei deutlicher Belastung kann eine Hormonersatztherapie (HRT) Linderung bringen – nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung.
Mögliche verordnete Formen sind transdermales Östrogen, etwa Gynokadin-Gel oder Estramon-Pflaster, ggf. kombiniert mit Gestagen, wenn die Gebärmutter noch vorhanden ist. HRT ist verschreibungspflichtig. Absolute oder relative Einschränkungen können unter anderem bestimmte Krebserkrankungen, unklare Blutungen, frische Thrombosen oder schwere Lebererkrankungen sein.
Ein EU-approbierter Arzt wertet Ihren Fragebogen aus (Alter, letzte Periode, Vorerkrankungen, Thrombosen, Brustkrebs in der Familie, Rauchen). Telemedizin eignet sich vor allem, wenn die Diagnose bereits steht und eine Fortsetzung oder Anpassung diskutiert wird. Eine HRT „zum Ausprobieren“ ohne Indikation gibt es nicht. Doktor Medz ist keine Apotheke.